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27. Aug. 2025 • 2 Min. Lesezeit

Cybersecurity by Law: Welche neuen Gesetze für Wearables kommen auf uns zu?
Die zunehmende Vernetzung von Wearables bringt nicht nur neue Möglichkeiten für Gesundheit und Komfort, sondern auch wachsende Sicherheitsrisiken. Regierungen und Regulierungsbehörden reagieren darauf mit immer strengeren Vorschriften. Neue gesetzliche Regelungen sollen sicherstellen, dass persönliche Gesundheitsdaten geschützt bleiben und Geräte nicht als Einfallstor für Cyberangriffe missbraucht werden. Doch welche neuen Gesetze stehen bevor, und welche Auswirkungen haben sie auf Hersteller und Nutzer?
1. Warum sind strengere Gesetze für Wearables notwendig?
Wearables erfassen hochsensible Daten, darunter Gesundheitswerte, Standortinformationen und biometrische Daten. Diese Informationen sind für Cyberkriminelle besonders wertvoll. Ohne strenge Sicherheitsstandards können:
- Unbefugte Dritte auf persönliche Daten zugreifen.
- Hacker Geräte manipulieren oder missbrauchen.
- Daten an Dritte verkauft oder missbräuchlich genutzt werden.
Um diese Risiken zu minimieren, werden international neue Vorschriften erlassen, die Hersteller zu besseren Sicherheitsmaßnahmen verpflichten.
2. Neue europäische Regulierungen für Wearables
In der EU sind bereits mehrere rechtliche Rahmenwerke in Kraft oder in Planung, die Auswirkungen auf die Sicherheit von Wearables haben:
- NIS2-Richtlinie (Netz- und Informationssicherheit): Sie verpflichtet Unternehmen zur Implementierung strengerer Cybersecurity-Maßnahmen und regelmäßiger Sicherheitsprüfungen.
- Cyber Resilience Act (CRA): Diese Verordnung schreibt vor, dass vernetzte Geräte – einschließlich Wearables – von Anfang an mit Sicherheitsmechanismen ausgestattet sein müssen. Hersteller müssen zudem über den gesamten Produktlebenszyklus Sicherheitsupdates bereitstellen.
- DSGVO-Erweiterungen: Neue Vorgaben zur Verarbeitung von Gesundheitsdaten erfordern von Wearable-Anbietern eine noch höhere Transparenz über die Datenspeicherung und -nutzung.
3. Internationale Gesetzesinitiativen
Auch außerhalb der EU wird die Regulierung von Wearables verstärkt:
- USA (FDA & IoT Cybersecurity Improvement Act): Die FDA plant strengere Vorschriften für medizinische Wearables, während das IoT-Sicherheitsgesetz Mindeststandards für vernetzte Geräte einführt.
- China (Cybersecurity Law): Strenge Anforderungen an die Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten gelten insbesondere für ausländische Unternehmen.
- Australien & Kanada: Neue Datenschutzgesetze sollen den Schutz biometrischer Daten verbessern und unautorisierte Datenverarbeitung verhindern.
4. Auswirkungen auf Hersteller und Nutzer
Diese neuen gesetzlichen Vorgaben haben weitreichende Konsequenzen:
- Für Hersteller: Sie müssen von Anfang an Sicherheitsmaßnahmen in ihre Geräte integrieren, regelmäßige Updates bereitstellen und umfassende Datenschutzmaßnahmen implementieren. Verstöße können hohe Geldstrafen nach sich ziehen.
- Für Nutzer: Verbraucher erhalten mehr Transparenz und Kontrolle über ihre Daten, müssen sich aber auch an neue Sicherheitsmaßnahmen wie verpflichtende Passwörter oder Zwei-Faktor-Authentifizierung gewöhnen.
- Für Unternehmen: Organisationen, die Wearables in ihren IT-Infrastrukturen nutzen, müssen strengere Sicherheitsrichtlinien befolgen und regelmäßige Audits durchführen.
5. Fazit: Mehr Sicherheit durch gesetzliche Vorgaben
Die kommenden Gesetzesinitiativen werden die Cybersecurity-Landschaft für Wearables grundlegend verändern. Hersteller müssen sich auf strengere Anforderungen einstellen, während Nutzer von besseren Sicherheitsmechanismen profitieren. Langfristig werden diese Maßnahmen dazu beitragen, dass Wearables sicherer werden und Vertrauen in die Technologie gestärkt wird.
Im nächsten Beitrag beschäftigen wir uns mit einer wirtschaftlichen Frage: „Datenmonetarisierung durch Wearables: Wer verdient an deinen Gesundheitsdaten?“